schmollen


schmollen
schmollen
»gekränkt schweigen (und einen entsprechenden Gesichtsausdruck zeigen)«: Das nur im Hochd. verbreitete Verb (im 13. Jh. mhd. smollen »unwillig schweigen«) ist vom 15. bis ins 18. Jh. auch in der Bedeutung »lächeln« bezeugt, aus der es aber durch das unverwandte »schmunzeln« (s. d.) verdrängt wurde. Den Übergang zwischen beiden Bedeutungen bildet wie bei greinen, grinsen die Vorstellung »den Mund verziehen«. Die Herkunft von »schmollen« ist unklar; vielleicht ist es verwandt mit dem untergegangenen mhd. smielen »lächeln« und dem gleichbedeutenden engl. to smile.Zus.: Schmollwinkel in Wendungen wie »sich in den Schmollwinkel zurückziehen« »gekränkt, beleidigt und nicht ansprechbar sein« (18. Jh.) und »im Schmollwinkel sitzen« »schmollen«.

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

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  • Schmollen — Schmollen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, seinen Unwillen durch ein mürrisches Stillschweigen an den Tag legen, wo es in der vertraulichen Sprechart anstatt des niedrigern maulen gangbar ist. Mit jemanden schmollen. Das machte nur… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Schmollen — Schmollen, seinen Unwillen durch mürrisches Stillschweigen zu erkennen geben. Daher nennt man Schmollwinkel den Platz, welchen jemand aufzusuchen pflegt, wenn er in einer solchen Stimmung ist …   Pierer's Universal-Lexikon

  • schmollen — Vsw std. stil. (13. Jh.), fnhd. smollen lächeln Stammwort. Heute die Lippen aufwerfen . Zu den Verwandten s. schmieren2. ✎ Glombik Hujer, H. DWEB 5 (1968), 37. deutsch d …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • schmollen — V. (Aufbaustufe) sich beleidigt fühlen und deshalb schweigen Synonyme: gekränkt sein, eingeschnappt sein (ugs.) Beispiel: Er schmollt schon wieder mit seiner Frau, da sie ihm kein Bier gekauft hat …   Extremes Deutsch

  • schmollen — den Beleidigten spielen; eine Schnute ziehen (umgangssprachlich); ein Gesicht ziehen (umgangssprachlich); einen Schmollmund machen (umgangssprachlich); unwillig schweigen * * * schmol|len [ ʃmɔlən] <itr.; hat …   Universal-Lexikon

  • schmollen — beleidigt/gekränkt sein, einen Schmollmund machen/ziehen, ein [schiefes] Gesicht machen, maulen, murren, verletzt/verstimmt sein; (bildungsspr.): pikiert sein; (ugs.): beleidigt tun, die beleidigte/gekränkte Leberwurst spielen, ein beleidigtes… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Schmollen — Je länger das Schmollen gedauert, je näher ist es seinem Ende. Aehnlich die Chinesen bei Cibot, 146 …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • schmollen — schmọl·len; schmollte, hat geschmollt; [Vi] schweigen und ein beleidigtes Gesicht machen, weil man sich über jemanden ärgert || K : Schmollmund …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • schmollen — schmọl|len …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Schmollwinkel — schmollen »gekränkt schweigen (und einen entsprechenden Gesichtsausdruck zeigen)«: Das nur im Hochd. verbreitete Verb (im 13. Jh. mhd. smollen »unwillig schweigen«) ist vom 15. bis ins 18. Jh. auch in der Bedeutung »lächeln« bezeugt, aus der es… …   Das Herkunftswörterbuch